Samstag, 28. März 2020

Baumängel sorgen für Hallenschließungen

In Essen gibt es 177 Turn- und Sporthallen, davon befinden sich 30 im Immobilienbestand der Sport- und Bäderbetriebe. Das große Problem sind die 147 Turn- und Sporthallen im Besitz der Immobilienverwaltung. Zumeist handelt es sich hier um Schulturnhallen.

Im ersten Halbjahr 2018 diskutierte der Essener Stadtsportbund (ESPO) mit seinen Vereinen über die Trainings- und Wettkampfbedingungen in den Turn- und Sporthallen. Viele Vereinsvertreter*innen berichteten über gravierende Baumängel und die dadurch hervorgerufenen Probleme in ihrem Sportbetrieb. Auch die Schulen müssen ihren Sportunterricht in den teilweise maroden und nicht intakten Gebäuden durchführen.

CDU und SPD haben dieses Desaster bei der Immobilienverwaltung durch jahrelange Misswirtschaft zu verantworten. Sie haben lieber in eine prunkvolle Messe Essen investiert („für Deutschland und Europa“) statt in Immobilien, die von ihren eigenen Bürgerinnen und Bürgern (Sportvereine) und vor allem von den Kindern (Schulen und Kindergärten) genutzt werden. Die Instandsetzung wird teilweise Jahre dauern, eventuell werden auch Neubauten erforderlich.

Allen Sportvereinen, die nun um ihre Existenz bangen, muss bei ihren Bemühungen, den Sportbetrieb aufrecht zu erhalten, unbürokratisch geholfen werden. In der Haushaltssitzung des Rates für 2019 wurde unser Antrag für eine Erhöhung des Etats der Sport- und Bäderbetriebe für dringend notwendige Maßnahmen abgelehnt. Auch im Jahr 2019 wird der Sport wie schon seit Jahren mit einem Mangelhaushalt leben müssen, dank CDU und SPD.

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