Samstag, 28. November 2020

Friedensperspektiven statt Kriegsplanungen

Aktuelle Kriege, Eskalationsgefahren, und die Rolle der Friedensbewegung

Wie in den Jahren zuvor werden auch dieses Jahr im Oktober hochrangige Nato-Militärs und Politiker*innen sowie Rüstungsindustrielle eine Tagung zur Kriegsführung in Europa in der Messe Essen durchführen. Sie beraten sich dabei über den kombinierten Einsatz aller Waffengattungen im Konfliktfall, von Angriffen im Internet bis zum Krieg im Weltraum.

Die Bandbreite der in Frage kommenden Waffen reicht dabei von Trojaner-Programmen bis zu Nuklear-Sprengköpfen. Laut Vorbereitungsmanuskript der Tagung werden dem Publikum komplett neue, nicht-tödliche und tödliche Möglichkeiten für den Kriegseinsatz vorgestellt. Die Friedensbewegung klärt über die Kriegsplanungen der Militärs auf und protestiert gegen eine Veranstaltung, die das friedliche Zusammenleben der Völker gefährdet!

Ein Bündnis von Friedens- und sozialen Bewegungen mit Unterstützung auch der Linkspartei lädt zu diesem Zweck alle Interessierte für den 28.09.19 zu einer Tagung in die Volkshochschule und ins DGB-Haus in Essen ein. Schirmherr der Tagung ist Konstantin Wecker.

Auf der Tagung geht es darum, wie die Friedensbewegung sich mit Aktivisten aus der Klimaschutzbewegung verbünden kann. Denn es ist für uns alle wichtig zu verstehen, dass nur eine gemeinsame, große Bewegung die Überlebensthemen der Menschheit angehen kann, die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und das friedliche Zusammenleben aller Menschen! Am wichtigsten ist hier ein rascher Ausstieg aus der Rüstungs- und Gewaltspirale.

Abrüstung ist nämlich der beste Beitrag zum Klimaschutz, denn das Militär ist der größte Umweltsünder überhaupt! Allein die Produktion eines Panzers verbraucht Unmengen an Ressourcen, die besser in Projekte zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen investiert werden sollten. Umweltschutz und Friedenspolitik sind deshalb nicht voneinander zu trennen, sondern gehören zusammen!

Die Themen der Tagung sind brisant und hochaktuell. Ist die Nato wirklich ein Garant für den Frieden in der Welt, wie es von den Medien ständig behauptet wird? Oder trägt dieses Militärbündnis nicht vielmehr dazu bei, dass ständig neue Krisenherde entstehen, wie zum Beispiel in Syrien. Wie hängen die Flüchtlingsbewegungen mit der Kriegspolitik der Nato zusammen?

In verschiedenen Workshops werden vielfältige Themengebiete gemeinsam bearbeitet. Das Essener Friedensforum berichtet über die Nato-Luftleitzentrale in Kalkar. Von dort steuert das deutsche Militär kriegerische Operationen weltweit, im Widerspruch zum Friedensgebot des deutschen Grundgesetzes.

In seinem Beitrag mit dem Titel „Klimawandel und Kriegsgefahr – Menschheitsprobleme gemeinsam angehen“ spricht Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde, über das notwendige Zusammenwirken der Friedens- und Umweltbewegung. Für die Vereinigung „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW), informiert Dr. Angelika Claußen über das neue atomare Wettrüsten und die damit verbundenen Gefahren.

Der Buchautor und Journalist Reinhard Lauterbach klärt auf, welche Gründe hinter der massiven Aggression des Westens gegen Russland stecken. Bernt Kamin-Seggewies von Verdi berichtet über die Ziele der Nato, nach denen in Zukunft jedes Mitgliedsland des Militärbündnisses zwei Prozent der Wirtschaftsleistung pro Jahr für Rüstung aufwenden soll.

Im Abschlussplenum spricht Peter Brandt von der Initiative „Neue Entspannungspolitik jetzt!“ mit Bundestagsabgeordneten über Wege zur Abrüstung und Entspannung in Europa. Zum Ausklang der Tagung spielen Walter Weitz an der Gitarre und Klaus Knierim am Akkordeon bekannte Antikriegslieder, für alle zum Mitsingen!

Die Tagung bereitet auch die Demonstration der Friedensbewegung am Tag der Deutschen Einheit in Kalkar vor. Die Friedensbewegung demonstriert zu diesem Anlass an der Luftleitzentrale der Nato, weil von dort Kriege geplant und geführt werden!

Die Veranstaltung in Essen steht unter dem Motto: No NATOMKrieg! Denn wenn es für uns Menschen noch eine Zukunft geben soll, dann müssen alle Atomwaffen endlich abgeschafft werden!

Die Friedenstagung setzt deshalb den Gefahren ein Zeichen der Hoffnung entgegen, wie es schon der Tagungstitel ‚Friedensperspektiven statt Kriegsplanungen‘ zum Ausdruck bringt.

Hier kann man sich anmelden: www.friedensperspektiven.de

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