Montag, 21. September 2020

Verharmlosung der Steeler Jungs muss aufhören!

„Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen, später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man muß den rollenden Schneeball zertreten; die Lawine hält keiner mehr auf.“

Erich Kästners Zitat zum Kampf gegen den deutschen Faschismus in den 20ern kann man nicht häufig genug bringen, denn heute führen wir ähnliche Debatten. Gerade erst im Lokalkompass, wo der Redakteur für den lokalen Stadtspiegel in Steele einen Artikel übertitelt mit „ICS: POSITIVE GESPRÄCHE MIT STEELER JUNGS“ – was für eine verharmlosende und falsche Botschaft an die Zivilgesellschaft. Unter dem Beitrag wird dann vorgeschlagen, man solle sich mit den Steeler Jungs an „einen Tisch“ setzen. Mit Hooligans, Rechten und Faschisten?!

Die Steeler Jungs, die im Essener Stadtteil Steele seit über einem Jahr durch die Gegend marschieren, sind keine harmlose Truppe von Fußballfans oder „guten Freunden“, wie sie immer behaupten. Auf den Profilen der Menschen, die den Steeler Jungs ganz offensichtlich angehören oder diese unterstützen, finden sich Faschisten-Bands wie Kategorie C, „White-Power“ Sprüche, Frakturschrift ohne Ende, „Anti-Antifa“ Symbole, „Ich bin Stolzer Deutscher“-Sticker, Runen usw.

Der breite zivilgesellschaftliche Widerstand von Steele bleibt bunt und Weiteren Akteuren ist die einzig richtige Antwort. Gegen Dortmunder Zustände in Essen.

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