Dienstag, 2. Juni 2020

Übergriffe auf Antifaschisten in Essen-Steele

Laut Aufstehen gegen Rassismus (AgR) kam es am vergangenen Dienstag zu einem Übergriff auf Aktive des antirassistischen Bündnisses. Der Übergriff fand unmittelbar nach einem Plenum von AgR in Essen-Steele statt. Auf dem Weg zum Bahnhof, wo sich der Vorfall ereignete, seien die Teilnehmer*innen immer wieder „bepöpelt“ worden. Die Angegriffene Person habe umgehend Anzeige erstattet.

Die selbsternannten Steeler Jungs haben ihre Spaziergänge, nach erfolgreichen Protesten von Steele bleibt bunt, Essen stellt sich quer und Aufstehen gegen Rassismus, neuerdings auf dienstags verlegt. Die Bündnisse organisierten prompt Gegenproteste. 

Dieses Mal kam es laut AgR unmittelbar nach dem Ende ihres Treffens am Steeler S Bahnhof zu einer Attacke gegen einen Teilnehmer ihres Treffens. Dieser sei gefragt worden, ob er links sei. Als er dies bejahte, soll es zu einer Ohrfeige gekommen sein sowie zum Ausspruch, er könne froh sein das er so jung wäre, da ihm sonst schlimmeres passiert wäre.

Wenn die Situation vor Ort so eskaliert, fragen sich Antifaschistische Aktive wohl zurecht, ob Essen-Steele bald eine NoGo Area für all jene wird, die nicht in das Weltbild von rechten Bürgerwehren passen. Es war nicht der erste Vorfall, der es in die Medien geschafft hat und wird wohl auch nicht der letzte bleiben. Auch Die Linkspartei fordert rasche Aufklärung. ESSQ warnt vor einer weiteren Radikalisierung der rechten Szene Essens.

Nach wie vor Fotoverbot?

Wie wir bereits berichteten, hat die Polizei, trotz gegenteiliger Ansage, nun erneut ein Fotografierverbot verhangen. Von diesem seien laut Pressemeldung von AgR dieses Mal auch Journalisten betroffen, da ein Fotograf durch die Polizei an seiner Arbeit gehindert worden sei, obwohl er im Besitz eines Presseausweises war. Gleichlautende Aussagen lassen sich auch auf Twitter finden. „Schließlich durfte er dann später nach erneuter Rücksprache mit dem Einsatzleiter doch wieder seiner Arbeit nachgehen, mit Menschen sprechen und Fotos anfertigen. Allerdings musste er immer wieder seinen Presseausweis vorzeigen“, so Aufstehen gegen Rassismus.

Aufstehen gegen Rassismus Essen sammelt derweil Spenden für ihre Klage gegen das Fotografierverbot. Hier findet ihr Fotos vom Demoaufzug der selbsternannten Steeler Jungs.

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