Freitag, 27. November 2020

ADFC-Test: Kein Ruhmesblatt

Erneut katastrophal ist der aktuelle „Fahrradklima-Test“ des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) für Essen ausgefallen. Essen landete auf den hinteren Plätzen der Großstädte in NRW, im Ruhrgebiet schnitten nur Duisburg und Dortmund schlechter ab. Und das, obwohl die Stadt seit der Bewerbung zur „Grünen Hauptstadt“ für 2017 das Ziel beschlossen hat, den Radverkehr von ca. 6 auf 25 Prozent zu steigern.

DIE LINKE fordert seit langem größere Anstrengungen zum Ausbau der nachhaltigen Verkehrsformen. Der Autoverkehr dominiert Straßen und Verkehrspolitik; Fahrradfahren ist auf den Hauptverkehrsstraßen oft ein Abenteuer. Eine gute Nord-Süd-Verbindung fehlt, und der Ausbau von Fahrradstraßen von Rüttenscheid über Holsterhausen nach Frohnhausen, wie er im Rahmen des „Lead City“-Programms gefördert wird, wird vor allem von CDU und FDP in Frage gestellt. Der Ausbau des Radschnellweges Ruhr RS 1 stockt ausgerechnet in Essen wegen ehrgeiziger Baupläne des Planungsdezernats.

Da Zahlen manchmal Bände sprechen: Kopenhagen gibt im Jahr pro Einwohner*in rund 35 Euro für den Ausbau des Radverkehrs aus, Amsterdam 11 Euro, Berlin immerhin noch 4,70 Euro und Essen knapp 2 Euro. Es ist noch viel zu tun für eine Verkehrswende!

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