Donnerstag, 24. September 2020

Erhöhung der Sportförderung: Tropfen auf dem heißen Stein

Die von der Ratsfraktion DIE LINKE schon seit Jahren im Sportausschuss geforderte Erhöhung der Zuschüsse für Sportvereine, die eine Anlage in Eigenverantwortung führen, ist nun Wirklichkeit geworden, ist aber unzureichend.

Die Erhöhung der Zuschüsse um 35 Prozent hört sich erstmal großartig an. Tatsächlich ist diese Erhöhung nach einem Jahrzehnt nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Für die Unterhaltungs- und Betriebskosten eines Kunstrasenplatzes mit Umkleideräumen und Duschen bekamen die Vereine bisher einen Zuschuss von ca. 3.500 Euro jährlich. Die Erhöhung um ca. 1.200 Euro wird keinen Vereinsvorstand in Jubelstürme versetzen.

Der gewährte städtische Zuschuss reicht bei weitem nicht aus. Ein Großteil unserer Sportanlagen überlebt nur, weil Ehrenamtliche aus den Vereinen einen Teil ihrer Freizeit als Platzwarte oder Hausmeister verbringen. Einen Platzwart auch nur mit Mindestlohn und wenigstens zwei Stunden Beschäftigung am Tag einzustellen, kann sich kein Verein erlauben.

Es muss neue Richtlinien mit einer verbesserten realistischen Sportförderung für die Vereine geben, die eine Anlage in Eigenverantwortung betreiben. Würden alle etwa 40 Sportanlagen in Eigenverantwortung mit Platzwarten (Jahreskosten ca. 40.000 Euro) besetzt werden, verursachte dies Mehrkosten von ca. 1,6 Mio. Euro. Die jetzt beschlossene Erhöhung der Zuschüsse um insgesamt 23.0000 Euro jährlich kann nur ein Anfang sein, um die sportliche Infrastruktur in unserer Stadt zu erhalten.

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